Vasektomie

die sichere Methode der dauerhaften Empfängnisverhütung beim Mann

Vasektomie

die sichere Methode der dauerhaften Empfängnisverhütung beim Mann

Die Vasektomie ist ein kleiner operativer Eingriff zur dauerhaften Empfängnisverhütung beim Mann. Dabei werden die beiden Samenleiter (Ductus deferentes) durchtrennt und verschlossen. Dadurch können keine Samenzellen mehr in die Samenflüssigkeit gelangen.

Die Produktion männlicher Geschlechtshormone, insbesondere Testosteron, bleibt unverändert. Auch Erektion, Orgasmus, Samenerguss und sexuelles Empfinden werden durch den Eingriff in der Regel nicht beeinträchtigt. Lediglich die Samenzellen fehlen im Ejakulat – sie machen nur einen sehr geringen Anteil der Samenflüssigkeit aus und werden vom Körper auf natürliche Weise abgebaut.

Die Vasektomie gilt als eine der sichersten Methoden der dauerhaften Empfängnisverhütung.

Eine Vasektomie kommt für Männer infrage,

  • deren Familienplanung abgeschlossen ist,
  • die sich eine dauerhafte Verhütung wünschen,
  • deren Partnerin aus gesundheitlichen Gründen nicht hormonell verhüten kann oder möchte,
  • oder wenn gemeinsam eine langfristige Alternative zu anderen Verhütungsmethoden gesucht wird.

Da die Vasektomie grundsätzlich als dauerhafte Maßnahme angesehen wird, sollte die Entscheidung gut überlegt sein. Vor dem Eingriff erfolgt ein ausführliches ärztliches Beratungsgespräch.

Der Eingriff erfolgt ambulant und unter örtlicher Betäubung. Bei der modernen No-Scalpel-Technik wird die Haut des Hodensacks mittig über nur wenige Millimeter punktförmig eröffnet, sodass kein klassischer Hautschnitt notwendig ist.

Anschließend werden die beiden Samenleiter nacheinander dargestellt, durchtrennt und jeweils ein kleines Teilstück entfernt. Die freien Enden werden verödet, abgebunden und in unterschiedliche Gewebeschichten gelegt, um ein erneutes Zusammenwachsen bestmöglich zu verhindern.

Der Eingriff dauert in der Regel etwa 20 Minuten. Danach können Sie die Praxis wieder verlassen und selbstständig mit dem Auto nach Hause fahren.

Nach der Vasektomie sollten Sie den Tag des Eingriffs ruhig zu Hause, idealerweise auf der Couch, verbringen. Leichte Beschwerden wie ein Ziehen, kleine Blutergüsse oder eine Schwellung im Bereich des Hodensacks können auftreten und klingen innerhalb weniger Tage wieder ab. Kühlung und bei Bedarf leichte Schmerzmittel sind meist ausreichend.

Arbeit und leichte Alltagsbelastungen sind bereits am Folgetag wieder möglich. Auf Sport, stärkere körperliche Belastung und sexuelle Aktivität sollten Sie für etwa 10–14 Tage verzichten. Nach ungefähr zwei Wochen sind Sie wieder vollständig belastbar und fühlen sich wie zuvor.

Die empfängnisverhütende Wirkung tritt nicht sofort ein. Nach dem Eingriff befinden sich noch Samenzellen in den Samenwegen, sodass zunächst weiterhin wie gewohnt verhütet werden muss. Um die verbliebenen Samenzellen auszuspülen, sind regelmäßige Ejakulationen nach Ende der empfohlenen Schonzeit sinnvoll.

Die Kontroll-Spermiogramme finden nach 6 und 12 Wochen in unserer Praxis statt.

Erst wenn die Untersuchungen zeigen, dass keine befruchtungsfähigen Samenzellen mehr vorhanden sind, gilt die Vasektomie als erfolgreich.

Bis dahin sollte unbedingt wie bisher eine Verhütungsmethode angewendet werden.

Die Vasektomie ist, abgesehen von sexueller Abstinenz, die sicherste Verhütungsmethode und damit zuverlässiger als Pille, Spirale, Kondom oder Coitus interruptus. Nach erfolgreicher Vasektomie ist die Verhütung dauerhaft, schafft Spontanität, benötigt keine Vorbereitung im jeweiligen Moment und ist nicht hormonell.

Eine operative Wiederherstellung der Samenleiter, die sogenannte Refertilisierung oder Vasovasostomie, ist grundsätzlich möglich. Der Erfolg hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere vom Zeitraum seit der Vasektomie, der gewählten Operationstechnik und den individuellen Voraussetzungen.

Die Vasektomie sollte daher immer als dauerhafte Verhütungsmethode verstanden werden. Wichtig ist jedoch: Die Spermienproduktion im Hoden bleibt erhalten. Auch nach einer Vasektomie können Samenzellen grundsätzlich lebenslang direkt aus dem Hodengewebe gewonnen und im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung verwendet werden.

Die Vasektomie wird, wie andere Verhütungsmethoden auch, nicht von den gesetzlichen oder privaten Krankenkassen übernommen und ist daher eine reine Selbstzahlerleistung.

Trotzdem ist die Vasektomie langfristig die kostengünstigste Form der Verhütung.

Nach einmaliger Durchführung entstehen keine laufenden Kosten wie beispielsweise bei Pille, Kondom oder Spirale.